Harz-er-leben

Harz oh Harz du kotzt mich an,
weil man hier nichts machen kann.
Nicht mal wandern macht hier Spaß,
es werden nur die Füße nass.
Und egal ob im Tal oder auf dem Gipfel,
sehen wirst du nie Wipfel
dieser vielen bunten Bäume,
sondern nur die hohen Zäune
der Bewohner hier vor Ort
Glaub mir das beruhigt aufs Wort.

Doch beginnt man sich zu schleppen
hoch hinaus rund tausend Treppen
wird man sehen diese Pracht
von Waldliebhabern nicht verlacht,
Viele Bäume,
keine Zäune,
Auch den Brocken sieht man nicht,
denn der Nebel, der hält dicht.

Man denkt bei diesem Nebel kaum,
dass für Touristen ist viel Raum,
Doch das ist recht falsch gedacht
hat man doch mit Müh’ gemacht
einen großen Kreis für sie
mit viel Stein und Federvieh
rumgeschoben
und gehoben
einen vermeintlich reichen Sagenschatz:
den Hexentanzplatz.

Jedoch was ich erwähnen muss,
was ich hörte, dass ist Stuss.
Außer Barbarossas Bart
und der Hexen wilde Fahrt
ist hier kaum eine Sage zu finden,
unter des Harzes hohen Linden. 

Doch unser Heim für diese Wochen,
lies das Fass fast überkochen. 

Untergebracht in einem Pionierlager,
mit dem ein oder anderen Nager,
spürt man das Naturgesetz,
denn man hat kaum Handynetz.
Und wenn man an das Essen denkt,
welches uns nicht ward geschenkt,
dreht sich mir der Magen um
und mein Hunger der wird stumm.
Denn das war gleich so wie mein Bett
geschmackvoll wie ein großes Brett.

Kurzum es gibt nicht viel zu sagen
nur eine Menge zu beklagen.
ich könnt’ mir alle Worte sparen,
Wäre ich nie in den Harz gefahren. 

Leonardo!

..unser neues Familienmitglied. ♥

(Quelle: pepegrafie)

Auf Wolke 7 kann man schweben. Und was kann man auf Wolke 5?

Wenn ich zwischen vielen Menschen stehe und sie mein Foto kommentieren mit “man bist du hübsch”, kann ich es nach dem zweiten Mal nicht mehr ernst nehmen und beim dritten Mal geht es mir auf die Nerven. Ich nehme es hin, aber es erfreut mich nicht und ich glaube nicht ernsthaft daran. Es bringt mir nichts. Es kommt nicht an mich heran.

Aber wenn du zum hundertsten Mal sagst, dass ich schön bin, mein Gesicht in deine Hände nimmst und mich küsst, als wäre ich die einzige auf der Welt. Dann glaubt mein Herz dir das. Ich glaube dir das. Und es berührt mich tiefer, als andere auf dieser Erde.

Tausend Dinge stehen an.
Hundert Sachen wollen erledigt werden. 
Doch du stehst in der Mitte und drehst dich.
Du tanzt, lachst und weinst. 

Dutzende Menschen wollen etwas von dir,
aber dir ist das egal.

Millionen Arbeiten wollen getan werden,
aber dich interessiert das nicht.

Wozu auch?

Was bringt es denn, wenn du alles tust, perfekt und zu hundert Prozent,
wenn du dein Inneres verkümmern lässt?
Keine Liebe verschenkst?
Keine Liebe bekommst?

Die Liebe ist doch das höchste Gut!
Nichts geht über die Liebe!

Lebe die Liebe. 

Dunkel ist es in dem Raum.
Allein sitzt er da.
Zusammengesackt.
Er stöhnt.
Ich kann sein Gesicht nicht erkennen.
Verdeckt.
Blut rinnt aus seinem Körper.
Sein Mund steht offen.
Stöhnende Laute.
Ich stehe hinter einer Glaswand.
Kann ihm nicht helfen.
Bin wie gelähmt.
Weiß nicht warum.
Ich spüre Kälte an meiner Schläfe.
Neben mir steht er.
Ich spüre ihn.
Sein Mörder.
Er wird mich erschießen.
Jetzt und Hier.
Mein Leben zieht an mir vorbei.
Ich schließe die Augen.
Ein Schuss.
Kein Schmerz.
Kein Gefühl.
Bin ich tot?
Bin ich bewahrt worden?
Bin ich erlöst von den Seelenqualen?
Ich öffne die Augen.
Das Licht ist an.
Überall ist Blut.
Es kann nicht nur sein Blut sein.
Ist es auch meines?
Meine Schläfe pulsiert.
Mein Herz rast.
Ich muss leben.
Schlägt das Herz auch bei Toten?
Engeln?

Jemand ruft meinen Namen.
Berührt mich.
Ich lebe noch.
Er sagt es.
Sein Mörder ist tot.
Erschossen.
Kann das sein?
Engel.
Ich bin erlöst.

Gott sei Dank!  

detaillierte Einfachheit.

detaillierte Einfachheit.

Wie soll man schreiben ohne Gefühl? Wie soll man teilen mit so viel Gefühl?

Es ist unangebracht sein Innerstes nach außen zu stülpen und die halbe Welt daran teilhaben lassen. Es ist nicht angebracht Texte ohne jedes Gefühl in den Raum zu stellen und zu erwarten, dass Menschen es mögen. Menschen mit Gefühlen und Emotionen. Jeder Gedanke ist ein Gefühl! Wie also schreibt man seine Gedanken mit Gefühl, jedoch nicht mit zu viel Gefühl? Denn es könnte verschrecken..

Wir toben uns aus, geben Gedanken und Gefühle von uns, die nicht die unseren sind, sondern die andere mögen, die andere uns gegeben haben und die wir mochten. Doch sie passen nicht zu uns. Denn so sind wir nicht. Nur weil wir uns nicht trauen uns selbst zu vertrauen, vertrauen wir anderen und geben deren Gedankengut weiter. Doch sind sie, wirklich sie selbst? Wenn wir es schon nicht sind, wieso sollten sie, sie selbst sein? Trauen sie sich? Haben sie den Mut? Warum denn nicht? Nur weil wir ihn nicht aufbringen können, eine eigene Meinung zu haben. Nur weil wir zu faul sind, uns unseren Mund fusslig zu reden, um uns verständlich zu machen. Immer und immer wieder. Nur weil wir zu feige sind, unser Herz auf der Zunge zu tragen und verzagen, wenn uns jemand nach unserer Herzensangelegenheit fragt.

Warum sind wir so mutlos? So faul? So feige?
Warum sind wir nicht wir, nur weil es Arbeit macht und anstrengt selbst zu denken. Es ist wirklich schwer zu lesen und selbst weiterzudenken. Sich keine Dinge vorstellen oder ausmalen, sondern denken und unseren eigenen Weg gehen. Unseren Weg, den niemand vor uns gegangen ist, weil niemand so ist, wie wir es sind. Denn wir sind einzigartig. Darüber muss man nicht nachdenken, denn es ist so. Auch wenn wir im H&M unsere Lieblingsklamotten finden, wie hundert andere auch. Kommt es nicht auf die Kombination an? Kommt es nicht auf die Austrahlung an? Kommt es nicht auf die Gedanken und Gefühle an?

Wir sollten diese Gedanken und Gefühle teilen, denn nur so können wir uns verständlich machen, verstanden werden und verstehen. Wir können nicht erwarten, dass wir gemocht und verstanden werden, wenn wir nicht beginnen uns mittzuteilen.

Schreibe nie ohne Gefühl. Spreche nie ohne Gefühl. Sondern teile dich mit, mit so viel Gefühl wie hast. Und lege in jeden Satz dein Herz, ein Stück von dir.

Humorlos

Die Jungen
werfen
zum Spaß
mit Steinen
nach Fröschen

Die Frösche
sterben
im Ernst

- Erich Fried

(via kamikatze-deactivated20120617)

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